Das Ei des Kiwi
Heute gab es etwas SEHR Aufregendes in der Patho!!!
Das riesige Ei eines Haast- Tokoeka, eines Gebirgskiwis der Südinsel.
Tokoekas (Apteryx australis) sind eine der fünf Arten vom Kiwi. Die Tokoekas
sind die primitivsten Kiwis, und der Haast Tokoeka ist eine
der seltensten Unterarten.
Es ist schon ein Ereignis, das riesige Ei eines Kiwis in der Hand
zu halten… anders als die Teile auf dem TV oder im Museum zu sehen.
Und wenn man dazu mal einen ausgewachsenen Kiwi in der Hand gehalten
hat, der etwas mehr als 2 Kilo wiegt und dann ein Ei in der Hand hat,
das fast 500g wiegt, wird einem erst bewusst, was für eine enorme
Leistung das sein muss so ein Ei zu legen!
Normalerweise macht das Ei 15-20% der Köerpermasse des Muttertieres
aus…
Und bis so ein Kiwi- küken dann ausgebrütet ist, dauert es dann
85 Tage (Quelle: Brett). Bei den “moderneren” Kiwis der Nordinsel
übernimmt die Brüterei dann der Vater, bei den primitiveren Tokoekas
teilen sich die Eltern die Arbeit. Ziemlich frech eigentlich, weil die
Mutter ja die ganze Zeit das schwere Ding mit sich rumgeschleppt hat.
Ich hab ja noch nie ein Ei seziert, daher war ich glücklich, dass
der Brett mich in die Geheimnisse der Ei- Patho eingewiesen hat.
Das Ei ist offen…
Brett, schau bitte mal in die Kamera…
(stattdessen krieg ich nur einen Kommentar über die Fotographierwut
der “deutschen Touristen”).
Ich glaube, meine Begeisterung ist einfach mit mir durchgegangen,
was dem Brett wohl etwas auf die Nerven gegangen ist…
Brett findet den Embryo.
Das ist der Embryo… nicht mal einen Zentimeter groß,
aber schon mit Augenflecken.
Ich bin sehr gespannt darauf zu erfahren wie alt der Embryo war–
und was wir bei der Histologie rausfinden.
Woran ist der Embryo gestorben?
Im Vergleich dazu nochmal ein ausgewachsener Kiwi…
naja, das ist jetzt zwar Merv und der ist ein Männchen
(die Weibchen sind größer), aber er ist nunmal mein bestes
Kiwi- Bild.






