Ein Patient aus der Urzeit und ein neuer Pinguin

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Diese Woche haben wir einen neuen Yellow Eyed Penguin,

die seltenste Pinguinart der Welt, endemisch in NZ,

als Patienten bekommen, zum Glück ist es nichts schlimmes,

er (sie?) muss nur etwas aufgepäppelt werden.

:-)

Ist genauso ein Terrorist wie unser letzter Yellow Eyed und

greift einen an…

:-)

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Mein Held diese Woche ist Andrew, weil er extra mit dem

Rad aus der Stadt an die Uni gekommen ist, um mir mit

dem bissigen “Untier” zu helfen.

War mir dann etwas peinlich…

:-)

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Endlich hab ich auch mal ein nettes Bild von Kerri mit einem

unserer Kiwis.

:-)

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Brett hat die Woche wieder einmal voll den Chef raushängen

lassen, in dem er das Geschehen von seinem “Thron” aus

beaufsichtigt hat. Naja, solange wir vor ihm nicht auf die

Knie fallen müssen…

:-) :-)  :-)

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Bei meinem Harrier müssen wir jetzt natürlich feste

Krankengymnastik machen, damit wir ihn wieder

freilassen können. Da das so schmerzhaft ist, machen wir

es unter Narkose.

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Immerhin schauen seine Röntgenbilder nach 4 Wochen post OP

nicht sooo schlecht aus.

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Ein Southern Giant Petrel, ein kleiner Albatros aus der Antarkis, hatte sich verirrt und ist in der Patho geendet. Schade.

Weil es so ein prächtiger Vogel war, wollte Andrew ihn sofort ausstopfen lassen…

Leider war der Chef nicht sooo begeistert.

 Andrew wollte ihn nämlich als Deko in der Klinik…

:-)    :-)

 

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Manchmal haben wir auch ganz gigantische Fälle in der

Patho– hier habe ich Brett mit einem Frosch erwischt…

:-)

 

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Ab und zu erlauben sich die Studenten auch mal einen Scherz…

hier ist ein waschechter Orca- wal in der Patho!

Und zwar ein erfreulicherer Fall als letzte Woche (siehe letzter

Beitrag in diesem Blog).

:-)

 

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Der faszinierendste Fall diese Woche war aber eine Tuatara,

die wir reinbekommen haben.

Tuataras sind Urzeitechsen, älter als die Dinosaurier und

nur noch auf Neuseeland heimisch (bzw. auf einige winzigen

Inseln um NZ herum, weil blöderweise Katzen, Wiesel und

Ratten die Tuataras angreifen).  Eines ihrer Merkmale ist

ein drittes Auge auf der Stirn, dass nur von einer

Schuppe bedeckt ist, aber da ist ein echtes Loch im Schädel,

wie uns Brett die Woche eindrucksvoll hat fühlen lassen.

:-)

Dieses dritte Auge benutzen Tuatara, um ihren Tag- Nachtrhythmus

zu regulieren.

 

 

 Der Kopf der Tuatara

 

Leider ging es der Tuatara immer schlechter, und am Ende

lag er uns im Koma, wurde beatmet und wurde ans EKG

angeschlossen.

 

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Das Ganze war echt dramatisch und wir haben uns abgewechselt, um ihn zu beatmen.

 

 Der Chef musste mich natürlich dann den ganzen Tag damit verarschen,

dass ich einen UNERSCHÜTTERLICHEN Glauben an meine Notfallakkupunktur habe.

:-)

Und das, weil ich rein kam und als ich die Tuatara regungslos auf dem Tisch sah

eine Notfallakkupunktur machen wollte (in Schwanzsspitze und Nase).

Brett hielt das Ganze wohl eher für irgendein Voodoo- Ritual…

Und so hat er meine Nadeln wieder rausgezogen, wobei ich sie wieder reingesteckt habe…

:-)

 

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Ich habe mich tatsächlich mit meiner Notfallakkupunktur durchgesetzt!!!!

:-)

Lustigerweise hat der Kapnograph sogar Atem aufgeschnappt, wenn die Nadeln drin waren,

man konnte nur keine Atembewegungen sehen.

Hat den Brett aber irgendwie nicht beeindruckt.

:-)

Mag sein, dass es Unsinn ist, aber dieser Unsinn hat in meiner

Erfahrung schon mehrere Katzen, Hunde, ein Kalb und einige Schlangen gerettet.

Bretts Antwort: „Wers glaubt…“

Da musste ich ihn dann erst mal knuffen.

:-)

Alles in allem glaube ich aber eher, dass er mich nur aufziehen wollte…

:-)

Da wir nach 12 Stunden beatmen von der Echse ohne eine Reaktion

mit dem Latein am Ende waren, habe ich dann am Abend

(also in der deutschen Frühe) unbedingt mal die Münchner Reptilienklinik anrufen müssen,

um die nach Rat zu fragen.

 

Obwohl es natürlich sehr unwahrscheinlich war, dass man eine 90 jährige

komatöse Urzeitechse wieder zurück ins Leben bringen konnte.

Aber warum so schnell aufgeben?

Tuataras sind echt cool!

Ich hab aber in München angerufen… mit neugierigen Blicken um mich rum…

naja, leider wussten Markus und Co. auch nicht viel mehr weiter. BUGGER.

Viel machen konnte man also nicht-

 

Leider war die Tuatara dann am Samstag früh tot.

Aber was hätte man noch viel anderes machen können?

 

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Ich übernehme die Überwachung und Beatmung…

 

Alles in allem…

SEHR Schade.

Tuatara sind soooo cool.

 

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Naja, jetzt bleibt uns nichts anderes übrig als Nachforschungen

in der Patho anzustellen.

 

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