Im Süden der Nordinsel
Endlich hatte ich mal wieder ein freies Wochenende, das ich für eine
Inselerkundung nutzen konnte.
Hurra!
Diesmal war das Ziel der Süden der Nordinsel, die Küste östlich
und westlich von Wellington.
Dort gibt es einige interessante Orte zu besichtigen:
Das Makara Headland mit den alten Befestigungsanlagen
(von den Maori von vor 500 Jahren und von den Kiwis
vom 2. Weltkrieg),
die Putangirua Pinnacles, gewaltige Lavasäulen,
die Cape Palliser Seehundkolonie zusammen mit dem
Leuchtturm und eine Glühwürmchenhöhle mitten auf
einer Schafweide im nirgendwo…
Die Glühwürmchen hier sind übrigens etwas anderes als
die unsrigen: während unsere Glüwürmchen Käfer sind,
sind es hier die Larven von Fliegen, die in feuchten Höhlen leben
und mit ihrem Licht andere Insekten anlocken, um sie zu fressen.
Ich habe das alles mit meinem Bekannten Karl erkundet…
immerhin hat er jetzt ein (fast) neues Auto (er hatte neulich
auch einen Autounfall) und, seine Großeltern wohnen da unten
in der Gegend, also hatten wir sozusagen ein Basislager für
das Wochenende.
Greetings and THANK YOU VERY MUCH for the nice
stay at Greytown!
Was a very nice evening…
even when I was useless in playing “Scrabble”.
(all this “Xs” and “Zs”….)
Das Wetter war absolut fantastisch.
Es war zwar Regen und Schauer und schlechtes Wetter
für ganz Neuseeland gemeldet, aber das muss ein anderes
Neuseeland gewesen sein, weil wir keine Wolke gesehen haben.
Wir konnten die ganze Zeit im T- shirt herumlaufen
und sogar eine Kneippkur in der Glühwürmchenhöhle veranstalten
(arschkaltes Wasser, durch das man barfuß waden musste)
und ich hab sogar einen
Sonnenbrand.
Auch hier spielt das Wetter verrückt, denn eigentlich sollte hier
WINTER sein!!!!
Will heissen: Kalt, Wind, Nass und Schnee.
Also redet auch hier jeder vom Klimawechsel….
Wie ihr auf den Bildern sehen könnt, hat Karl einen Hang dazu,
auf Dinge zu KLETTERN.
Egal wie.
Egal wo.
Kein Wunder, ich hab ihn ja auch beim Klettern kennengelernt.
(siehe weiter unten in diesem Blog)
Karl hat sich sogar mutig mit den Seehunden angelegt…
für ein Foto hat er sich angepirscht, ohne zu merken,
dass einer von den Seehunden direkt hinter ihm sass…
kein Wunder, die Viecher tarnen sich auch als Felsen!!!!
Ich hab nur einen Brüller von dem Seehund gehört und
sah dann Karls als Blitz vorbeirennen.
Unglaublich, wie schnell man rennen kann, wenn so ein Viech
hinter einem her ist!
Ja, die Seehunde….
schon witzig, die sehen WIRKLICH aus wie Felsen.
Auf dem Weg zum Cape Palliser haben wir echt keinen
gesehen.
Und als wir dann dort waren, haben wir immer noch keinen
gesehen.
Hey, immerhin soll das die größte Kolonie der Nordinsel sein.
Naja, wir haben uns gedacht, vielleicht fühlen die Viecher
sich ja von den ganzen Ferienhäusern dort gestört.
Karl hat dann einfach mal jemanden gefragt.
(den Menschen mit der größten Kamera in Sicht.
Nach Karls Meinung wissen Leute mit großen Kameras
IMMER, wo die Sehenswürdigkeiten sind.
Hmmmm…..
wenn das stimmt, muss ich mir eine KLEINERE
Kamera zulegen….
)
Naja, wir bekamen die Info, die Seehunde wären ÜBERALL.
Und wir könnten sie ja eigentlich schon RIECHEN.
Hmmm.
Nach dieser info konnten wir sie tatsächlich RIECHEN.
Sie stinken nämlich ziemlich.
Und sie waren wirklich überall.
Sogar überall auf dem RASEN 2 Meter von der Strasse weg.
Und direkt vor, um und an den Ferienhäusern.
Im Nachhinein wundern wir uns natürlich, wie
wir die riesigen Viecher übersehen (und überriechen)
konnten.
Karl meinte, sie würden ja wie Felsen aussehen.
Tarnung.
Vielleicht haben wir aber auch nur was mit unseren Augen…
Und hier noch ein paar nette Bilder von unserem Wildlife- Ward Zoobesuch.
Die deutsche Zootierärztin Katja und die putzigen Otter…

























































