Autounfall in Mordor
Wie es aussieht, habe ich eine kleine Lektion darin erhalten,
was meine Prioritäten und echte Probleme sein sollten!
Am Freitag hab ich einen schlimmen Autounfall überlebt.
Zwei Studenten und ich waren im Auto unterwegs nach Rotorua
zu einem Vogel- erste hilfe kurs.
Es hatte angefangen zu regnen, da sind wir in einer Kurve ins
Schleudern gekommen und in einen LKW reingerauscht.
Wir hatten EXTREMES Glück, dass wir von dem Reifen
abgeprallt sind und NICHT unter den Anhänger gekommen sind,
denn dann wäre Schicht im Schacht gewesen.
So sind wir nur in die Felswand neben der Strasse gekracht.
Und wir haben uns überschlagen.
Das Auto war danach natürlich im Arsch.
Uns allen ist zum Glück nur wenig passiert, wir standen
alle unter Schock und ich wurde am nächsten Tag von meinem Kollegen
ins Krankenhaus gebracht–
ich hab ein bisschen eine Gehirnerschütterung.
Zum Glück ist mein Transfusionszeug heil geblieben–
wir wollten am Montag einen Kiwi operieren und dazu
mussten wir von zwei Kiwis im Wildpark von Rotorua
Blut nehmen für eine Transfusion.
Das Zeug hat den Crash überlebt und somit kann der Kiwi
in der Klinik hoffendlich gerettet werden!
Die Strasse war die neuseeländische “Wüstenstrasse” (Desert road,
über die jeder eine Horrorgeschichte erzählen kan und wo alle
100m Kreuze stehen), also die Strasse über das Vulkanplateau
wo der MT. Doom von Herr der Ringe steht.
Dort wurden die “Mordor” Film- Szenen gedreht!
Also das richtige “setting” für einen stuntreifen Unfall…
Die Ambulanz hat dorthin natüerlich 50 Minuten gebraucht,
wenn uns also wirklich was passiert gewesen wäre, wäre Schluß mit
lustig gewesen.
Naja, wir hatten echtes, extremes Glück!!!
Und einige Schutzengel…
Ich war beim erste Hilfe Kurs natürlich keine große Hilfe.
Und am Tag des Unfalls, als wir dann endlich in Rotorua waren,
tat mir mein Kollege Andrew ziemlich leid.
Er hat die ganze Situation erst nicht verstanden.
Und war ziemlich damit überfordert…
Ich war komplett hysterisch und konnte nicht aufhören zu lachen.
Andrew hat versucht, mich zu beruhigen.
Und am nächsten Tag, als der Schock weg war,
hatte ich Schwindel und Übelkeit und Schwächeanfälle
und hab mich ganz komisch verhalten.
Da hat mich der Andrew dann ins Krankenhaus gefahren,
wo der Doktor dann Gehrinerschütterung festgestellt hat.
Naja, zum Glück nichts schlimmeres.
Ich soll halt jetzt die nächsten Tage etwas langsamer machen
mit allem.
Am Sonntag sind Andrew und ich heimgefahren, und am Lake Taupo
vorbei, bei herrlichem Wetter.
Wie ihr seht, geht es mir gut, ich bin bloss etwas zittrig,
und hab Kopfweh und hab natüerlich überall blaue Flecken.
Aber sonst bin ich okay!











Am 17. Mai 2007 um 12:15 Uhr
Da hast Du ja extremes Glück gehabt! Ich hab erst kürzlich im TV gesehen, wie ein PKW unter einen LKW kam….Da war vom Dach nichts mehr zu sehen.
Pass auf Dich auf und gib Deinem Schutzengel nicht so viel Arbeit!
Gruß aus der Heimat
Tom