Bluttransfusion bei einem Takahe
Diesmal etwas ganz besonderes!
Seit letzter Woche haben wir einen Takahe in der Klinik.
Wie immer bei einem Wildtiernotfall kam das Tier von seinem
entfernten Schutzgebiet auf einer entlegenen Insel (fern von Menschen,
Ratten, Katzen und anderen bösen Dingen, die die armen Tiere
fressen wollen) mit dem Flugzeug nach Palmerston North eingeflogen.
Die Neuseeländische Regierung investiert also extrem viel Geld in den
Schutz der Tierwelt!
Takahe sind große, flugunfähige Rallen, die es nur auf Neuseeland gibt.
Durch die Zerstörung Neuseelands durch den Menschen galt der Takahe
seit 1849 ausgestorben, bis man 1948 in einem abgeschiedenen Tal
in den Bergen des Fjordland Nationalparks noch einige Tiere entdeckte.
Der Takahe ist somit ein nationales Ikon und wird sehr intensiv
gehegt und gepflegt, um wieder eine überlebensfähige Population
auf die Beine zu stellen. Im Moment gibt es noch um die 200
Tiere.
Somit haben wir im Moment 0.5 % der gesamten Takahe- Population in
der Klinik, und wir legen natürlich alles dran, dass sie nicht verloren gehen!
Der Takahe war in sehr schlechtem Zustand, als er letzte Woche zu uns kam.
Er hatte viel Blut verloren und litt an einer schweren Anämie.
Die einzige Lösung, die es gab um das Tier zu retten:
eine Bluttransfusion.
Also wurde kurzerhand ein zweites Tier eingeflogen (dieses aber
vom Zoo) damit wir eine Bluttransfusion machen konnten.
Die Transfusion ist sehr gut verlaufen, und bis jetzt ist der Vogel stabil.
da er nicht selbst frisst, muss er nun alle 4 Stunden (!!!) zwangsgefüttert werden.
Ihr könnt euch vorstellen was das heisst, wenn ich diese Woche Klinikdienst habe…





