Die Pinguin- Sauna
Hier sind die neusten Bilder von der Wildtierklinik.
(Da leider einige meiner digitalen Bilder “verloren” gingen (ähm…) habe ich
mir erlaubt, hier ein Bild von einem Yellow Eyed Penguin von Andrew,
der eine Forschungsarbeit über diese Tiere macht, einzufügen)
Wir haben jetzt einen „Yellow eyed penguin“, das ist einer der seltensten Pinguine der Welt, der nur auf Neuseeland vorkommt. Das Tier hat eine Wunde am Bauch, die ziemlich viel Dreck und nekrotisches Material enthielt.
Wir haben die Wunde gesäubert und sie sieht jetzt ganz ordentlich aus.
Trotzdem wäre uns der arme Pinguin fast eingegangen: nein, nicht wegen der Wunde, sondern wegen Hitzestress!!!
In der Klinik herrscht normalerweise wegen all der kranken Tiere eine Temperatur von um die 25 Grad (Sauna!).
Die ersten Anzeichen waren, dass ich am Wochenende den Pinguin nicht alleine füttern konnte. Normalerweise nimmt der Pinguin den Fisch von der Hand, bei mir hat er sich aber vehement geweigert, hat sogar aus Protest nach meiner Nase geschnappt.
Die Nase hat er nicht erwischt, aber eine ordentliche Schramme hat er mir auf meiner Backe verpasst, was Anlass zu allerlei Witzchen mir gegenüber war.
Am Montag nach meinem Wochenenddienst hat der Pinguin dann nur noch gehechelt und war am kollabieren. Wir waren kurz davor, einen Luftröhrenschnitt bei dem Tier zu machen!
Zum Glück haben wir schnell genug reagiert, mit Eiswasser, kühlenden Duschen und einem Anruf bei den Unitechnikern, damit die die Raumtemperatur in unserer Abteilung absenken.
Seitdem weht ein frischer Wind durch die Vogelklinik, der mir eine Gänsehaut auf die Arme zaubert…
Der Chef hat auch eine Laserpistole zum Temperaturmessen in Räumen besorgt, damit wir jetzt immer die Raumtemperatur kontrollieren können. Begeistert über sein neues Spielzeug ist er dann wie Buck Rogers (so bezeichnete er sich selbst) herumgerannt, um jede Ecke temperaturmässig abzuchecken.







