Im Oktober war ich auf der Vogel- konferenz in Adelaide, und hab einen Abstecher nach Kangaroo Island gemacht,
das nur 100km von Adelaide weg ist. Obwohl das Wetter ziemlich mies war (die Aussies hat es gefreut!) war es toll!
Gleich anschliessend war ich in Wanaka, meine Arbeit auf der Parasitenkonferenz vorstellen.
Wanaka ist auf der NZ Suedinsel, in den Suedalpen. Herrlicher Ort… und dort hat mich dann
auch endlich mal wieder die Sonne gefunden!
Im November hab ich an einem Gelaendewagenkurs der Uni teilgenommen
(Flussueberqueren, ueber Schlammpisten jagen, und mit Vollgas rutschige huegel runterrollen).
Ausserdem noch ein paar Bilder von der Kaka- fuetterung in Mt. Bruce und von den
RIESENAALEN dort…
Anfang Dezember waren wir auf der Wildtierkonferenz in den Catlins auf der Suedinsel von NZ.
Unberuehrte Wildnis…
eines der letzten Refugia fuer die bedrohten yellowheads (Singvoegel),
die stark bedrohten Hektors Delfine, Gelbaugenpinguine, Seeloewen und Seehunde.
Natuerlich haben wir die alle gesehen…
Und, einen versteinerten Wald gab es auch!
Hallo mal wieder,
tut mir leid dass man so lange nichts von mir gehoert hat.
Zuerst hatte mein Computer den Geist aufgegeben, und dann hatten (und noch immer haben) wir Probleme mit unseren Freunden von der Telecom wegen Internet…
aber jetzt zu den Neuigkeiten!
wie letztes Jahr waren wir auch diesmal wieder
bei meinen Betreuern Maurice und Isabel zu Weihnachten.
Und nach weihnachten haben Gajen und ich ein paar Tage in Taupo verbracht. Taupo hat den groessten See Australasiens (4okm lang, 30km breit) und dieser See ist auch gleichzeitig der groesste Vulkan der Suedhalbkugel.
Leider war das Wetter mal wieder (wie fuer mich ueblich) nass,
aber das Kayakfahren hat trotzdem viel Spass gemacht!
Eben kam ich zurück von einem der eindrucksvollsten und coolsten Erlebnisse/ Expeditionen bisher in Neuseeland.
Meine Betreuerin Isabel Castro hat einige Forschungsprojekte über Kiwi auf einer Insel im Hauraki Golf (nahe Auckland) laufen.
Diese Insel, eine FARM, ist etwas gaaaanz spezielles–
dort gibt es die höchste Kiwidichte in ganz NZ!
Und das, wo der Kiwi am Festland bedroht ist und die Insel
KEIN Schutzgebiet ist, sondern, wie gesagt, eine FARM.
Einziger Unterschied zum Festland–
hier gibt es keine Wiesel, Frettchen und Hermeline,
die Hauptfeinde der Kiwis.
Unglaublich aber wahr, ein kleines Wiesel kann einen Kiwi anfallen
und fressen!
Isabel hat einige wirklich erstaunliche Dinge herausgefunden,
und arbeitet weiter daran, Neues zu entdecken.
So ist es beispielsweise ein Gerücht, das Kiwis Einzelgänger sind.
Das sind sie auf dem Festland gezwungenermassen, weil
ihnen eingeschleppte Ratten das Futter wegfressen und sie so gezwungen sind, alleine zu leben wenn sie überleben wollen.
Auf dieser Insel (mit Ratten aber auch Katzen, die die Ratten fressen) gibt es alle 100 Meter ein neues Kiwipärchen, und die Kiwi leben auch in Gruppen zusammen im Bau. Und in der Nacht kommen die Kiwi
aus Kilometern Umkreis zusammen– in einem Bereich im Wald den
Isabel die “Party- arena” nennt.
Von wegen Einzelgänger!
Und im Leben der Kiwi geht es zu wie in einer Soap- opera–
sie gehen miteinander fremd, haben Mischehen, da leben auch mal zwei Jungs zusammen, es wird zusammen gebrütet, aber dann wieder Schluss gemacht….
Isabel hat an 33 Kiwis der Insel (und es gibt noch VIELE mehr!)
Transmitter an den Beinen angebracht (mit Plastikbändern die nach einiger Zeit alleine abfallen) und so kann man in der Nacht, wenn die Kiwi aktiv sind, die einzelnen Schatten im Wald den entsprechenden Tieren zurechnen.
Die Kiwi sind zumeist nach Leuten benannt, die mit ihnen gearbeitet haben….
Wir (das heisst Isabel, und ihre beiden Freiwilligen (=Sklaven) Chau Phing und ich kamen für 11 Tage auf die Insel, um die Transmitter zu wechseln– nach einem Jahr geben die Batterien auf.
Wir haben auch ein paar neue Vögel gefunden (buchstäblich in JEDEM Loch im Wald sitzt einer der Vögel), aber auch ein paar hatten ihre Transmitter verloren.
Ich hab auch einen Kiwi gefunden– wahrscheinlich ein Mädchen. Ist noch ein junger Vogel, aber schon 2kg schwer. Ich habe sie “Alex” getauft!
Es war ziemlich anstrengend– Isabel hat uns die Hügel rauf und runter gejagd, und über Viehweiden, durch Bäche, über Zäune, in den Wald und in den Sumpf. Dort hatten wir mit wilden Wespennestern und knietiefem Morast zu kämpfen.
Und mit Birgit, dem “Killer”- Kiwi.
Birgit ist ein Kiwi mit Selbstbewusstsein, und SEHR intelligent.
Wir brauchten mehrere Tage und fast 6 Stunden insgesamt, um sie zu fangen– sie hielt uns im Sumpf zum Narren und entschlüpfte uns
immer im letzten Moment.
Es ist gar nicht so einfach einen Kiwi zu fangen!
Denn die Federn sind eine fantastische Tarnung, und selbst wenn
man 1 Meter entfernt durch das Schilf späht, kann man sie nicht sehen!
Am Ende was ICH es, der Birgit fing– und ich erhielt mehrere tiefe Kratzer. Die Beine sind sehr stark!
Die Farm selbst ist eine Schaffarm, mit Hühnern und Rindern zum Eigenbedarf. Der Strand war gleich hinter der Hütte wo wir wohnten, und es gab Muscheln und Austern so viel man einsammeln konnte, und ab und zu frischen Fisch. YUMMY!!!!
es war auch noch warm genug, um Schwimmen zu gehen, wenn man die Kraft dazu hatte nach der wilden Jagd.
Alles in allem ein herrliches Erlebnis!
Einige der folgenden Bilder wurden mir von Isabel zur Verfügung gestellt, wie z.B. die Geburtstagsbilder, das Bild von meinem Bein im Kiwibau und das Bild von mir und Chau Phing.
Für die internationalen Studenten gab es dieses Jahr ein Hangi (typisches Maori Essen gekocht im Erdofen) und eine Kapa Haka (Maori Kriegstanz) Vorstellung. Das ganze fand in der Massey Marae (sprich: Marai, ein Maori Versammlungshaus) am Hokowhitu Campus (unten am Fluss in Palmerston North) statt. Yummy Hangi!
Und bei den nationalen Schaf- Scher-Meisterschaften, den “Golden Shears” waren wir auch! Das hat hier etwa die Bedeutung eines Bundesligaspiels….:-)
Wir waren wieder auf der Mokoia Insel!
Leider konnten wir diesmal keine ganze Woche bleiben,
da es einen Sturm gab und wir 2 Tage früher die Zelte
abbrechen mussten…
Alles begann auch ganz abenteuerlich–
Isabels Auto steckte am Ufer- strand im Sand fest,
und wir mussten das Auto erst mal rausbuddeln…
Highlight war auch diesmal wieder der Hotpool–
ich warte ganz sehnsüchtig auf die Bilder von der Anne Marie.
Diesmal habe ich auch mal ein paar Fotos von den
Einschusslöchern der Musketenkugeln gemacht,
von damals, als Hongi Hika mit seiner Truppe eine Invasion
auf die Insel gestartet hat und alle nidergemetzelt
(und gefressen…) hat….
natürlich gab es auch wieder Naturerlebnisse–
und viele Vögel!
Diesmal sogar ein Foto von mir und einem Nordinsel Kokako,
einem der seltensten Vögel der Welt (auf der Südinsel
ausgestorben).
Geil.
Meine Axolotl werden auch immer dicker–
und Max ist der Star.
Mit seiner fehlgeleiteten Regeneration hat er
jetzt an einem Arm 2 (!!!) Hände….
Letztes Wochenende, ein langes Wochenende in NZ
(Waitangi Day, der Nationalfeiertag) sind wir runter
nach Cape Palliser gefahren– da gibt es eine Seehundkolonie.
Wir haben in Lake Ferry auf einem romantischen Campingplatz
am See übernachtet, und haben dann dann am nächsten Tag
am Meer verbracht– das kühle Meer war gerade richtig
bei unserer Sommerhitze!
Gestern waren Isabel, Rosemary und ich auch mal wieder
unten in Wellington im Wildpark “Karori”, um Proben
zu sammeln. Wie immer waren die zutraulichen und
frechen Vögel um einen herum, und– ohne Witz–
bei den Robin muss man echt aufpassen, dass man
nicht drauftritt.
Heute war ich den ganzen Tag für um die 12 Stunden auf der Tikoke- Farm (die Farm der Alleys).Da hat die GROSSE Schaf- schur stattgefunden. Heute wurden 460 Schafe abgefertigt, morgen kommen nochmal um die 100 Erwachsene Schafe dran,und úm die 200 Lämmer.Ich hab geholfen die Schafe zu fangen und den Scherern zu reichen…am Anfang konnte ich das natürlich noch gar nicht,aber dann hab ich doch gelernt, wie man erfolgreichein “Schaf wirft”.(“throw a sheep”) Könnte irgendwann mal nützlich sein das Wissen.
Mir tut ALLES weh, und morgen kann ich michwohl nicht bewegen.
Und Spreißel hab ich überall, die Schafe warenvoller Disteln in der Wolle….
(Jammer, jammer….)
Aber, es gab reichlich Brotzeit,und wie bei dieser Familie üblich auch wiederdas normale Chaos, Lachen, Spass und Spiele.
Kaikoura ist eine Stadt im Nordosten der Südinsel Neuseelands und nur 2km vor der Küste ist ein Tiefseegraben der der Grund für die Artenvielfalt an Meerestieren ist. Es gibt sie hier alle– Wale, Delfine, Seehunde, Albatrosse…
Natürlich hab ich eine Whale Watching tour gemacht.Dabei gab es viel zu sehen– Pinguine, Albatross, Hektors Dolphins und einen grossen Pottwal namens Kaitiaki. Great.Während der Bootsfahrt war schlechtes Wetter, hohe Wellen, aber trotzdem cool, denn ich hatte daran gedacht, meine Akkupunktur- Armbänder mitzubringen und anzuziehen! Man glaubt es nicht, aber die wirken wirklich!!!!
Die Jugendherrberge ist echt cool, die haben swimming pool, und nach Hinten aussicht auf die Berge mit Schnee.
Meine Anreise war natürlich wieder ein Abenteuer für sich–die Schlafsaecke in Palmy haben meine Buchingvermasselt (typisch…) und ich bin OHNE gueltigesTicket mit der Faehre gefahren,was dann erst die Leute vom Zug gemerkt haben.Chaos in Dosen.Die Faehre war so ueberfuellt und es war so ein Chaos,klar dass da keiner das mit dem Ticket gemerkt hat. Ich hab mich wie auf einem Kubanischen Fluechtlings- schiff gefuehlt, die meisten Leute mussten auf dem Boden hocken, raus konnte man auch nicht da Sturm.
Naja, ich hatte aber meine Quittung, hatte ja bezahlt,also war das alles am Ende kein Problem, undich wurde einfach vom Schaffner (scheint allesein Familienuntertnehmen zu sein, so wie es auf dem Zug zugeht) einfach an Bord gezerrt–trotzdem hyab ich es geschafft, den Zug 10 minzu verspaeten
Aber, wie gesegt, immerhin hab ich das groesste Raubtier der Erde gesehen (18 Meter) das hier im Tiefseegraben 2kmvor der Kueste die Riesentintenfische jagd– den Pottwal!
Ich war auch mal wieder tauchen (wurde auch Zeit, nach einem Jahr!)und es war einfach nur geil. Die Seehunde waren da und haben mit uns gespielt.Mein Dive Buddy, der Ralf, hat Unterwasserbildergemacht!!!
Also, DANK an den Ralf für die unten kommenden Unterwasseraufnahmen!!!
Wir haben sogar ein Seepferd gesehen!!!!!!
Dann war ich SPEERFISCHEN. Zuerst hatte ich mir ja vorgenommen,einen Crayfish (=Hummer ohne Klauen) eh, ne, Languste heissen die ja…jedenfalls so einen Critter zu fangen,aber dann war es so einfach, Butterfische zu schiessen…Ich hab gleich mal den groessten abgeschossen.War echt cool. Ich hab meinen ersten Fisch geschossen! yay! Am Ende hat der Tourguide dann ein BBQ mit unserenSachen gemacht–also die Sachen fuer uns gegrillt.Da hatten wir dann Languste, Paua (Abolone) und Butterfisch.YUMMY!!!!Das Zeug ist nicht so einfach zu fangen,und da hier Netze VERBOTEN sind (Delfine!)kann man es nur per Hand einsammeln. Also ist der Kram schweineteuer im Restaurant.So ein halber Hummer kostet 40$!!!Jedenfalls haben wir dann also Seafood fuer mehr als100$ per Person gegrillt.
Alles in allem ein paar tolle Tage in Kaikoura!!!